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05.09.2019, Mitarbeiterdarlehen

Dies dient der Mitarbeitermotivation und führt ggf. zu einer entsprechenden, persönlichen Bindung des Mitarbeiters an das Unternehmen.

Dabei müssen aber rechtliche und steuerliche Details beachtet werden, und zwar:

a)     Die Darlehen vom Unternehmen kosten den Arbeitnehmer ggf. auch Steuern.

b)     Übliche Regelungen zur Kündigung können hinfällig sein. Bitte beachten Sie, dass das Bundesarbeitsgericht die weithin üblichen Regelungen für unwirksam erklärt, dass der Mitarbeiter das Darlehen mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses sofort auf einen Schlag verzinst zurückzahlen muss. Zumindest dann, wenn die Kündigung vom Arbeitgeber ausgeht, hat das Unternehmen darauf keinen Anspruch, sondern der Mitarbeiter muss stattdessen die vereinbarten Tilgungs- und Zinspläne einhalten. Alles andere benachteiligt den Mitarbeiter entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen (§ 307 Abs. 1 BGB, der vom Bundesarbeitsgericht hier herangezogen wird).

Fazit:

Das Unternehmen hat keinen Anspruch auf sofortige Rückzahlung des Mitarbeiterdarlehens bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses, wenn z. B. eine Kündigung vom Arbeitgeber erklärt wird. Der Mitarbeiter darf dann nach einer Kündigung durch das Unternehmen wie vereinbart in Raten zurückzahlen.

Empfehlung:

Um eine „unangemessene Benachteiligung“ zu vermeiden, empfehle ich dies sowohl mit ihrem steuerlichen als auch mit ihrem anwaltlichen Berater zu besprechen und die Darlehensformulierungen bzw. die arbeitsvertraglichen Formulierungen abzustimmen.